Bund und Land finanzieren gemeinsam: 112 Millionen Euro-Paket für LKH-Klinikum Graz
Presseaussendung vom 02.11.2019

Nach Verhandlungen von Land Steiermark und Steiermärkischer Krankenanstaltengesellschaft mbH (KAGes) mit dem Bundesministerium für Finanzen steht fest: Nach den Mega-Gesundheitsprojekten LKH 2000 und LKH 2020 wird ein weiteres 112 Millionen-Euro-Paket für das LKH-Universitätsklinikum Graz geschnürt. Eine erneuerte Radiologie und die weitere Optimierung der chirurgischen Versorgung stehen im Vordergrund.
„Der Horizont verantwortungsvoller Gesundheitspolitik reicht natürlich sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene weit über den Wahltag hinaus", postuliert Gesundheitslandesrat Christopher Drexler anlässlich erfolgreich verlaufener Verhandlungen mit Vertretern des Bundes über die Erweiterung des bald abgearbeiteten „LKH-2020"-Paketes. In diesem und seinem Vorgänger „LKH 2000" investierten und investieren der Bund und das Land in Summe mehr als eine Milliarde Euro in die steirischen Kliniken.
Investitionssummen und Kostenverteilung mit dem Bund vereinbart
Und erneut ist es Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und den KAGes-Vorständen Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst Fartek in vielen Gesprächen und Verhandlungen gelungen, wertvolle finanzielle Unterstützung für notwendige Strukturmaßnahmen zur weiteren Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Steiermark zu erhalten. Während auf politischer Ebene bereits Gespräche mit der vorherigen Bundesregierung und Finanzminister Hartwig Löger geführt wurden, konnten diese unter Finanzminister Eduard Müller erfolgreich fortgesetzt werden. Letzte Verhandlungsrunden haben nun zur Vereinbarung der Investitionssummen und der Kostenverteilung geführt.
112,7 Millionen Euro für noch modernere Radiologie und Chirurgie - ein Drittel vom Bund
In das Flaggschiff der steirischen Spitalslandschaft, das LKH-Universitätsklinikum Graz werden nun in den kommenden Jahren bis 2027 rund 112,7 Millionen Euro investiert. In den Verhandlungen konnte erreicht werden, dass ein Drittel davon - etwa 37,8 Millionen Euro - von Bundesseite getragen wird. Denn es geht um wichtige Struktur-Investitionen, um noch modernere Behandlungsmöglichkeiten bieten zu können. So wird im Rahmen dieser Investitionen die Radiologie erweitert und auf die neuesten Standards der Medizintechnik gehoben. Damit werden künftige Entwicklungen im Bereich der Computertomographie und Magnetresonanz sowie der Angiographie bestmöglich abgebildet, aber auch den Anforderungen der modernen Nuklearmedizin entsprochen. Und natürlich geht es darum, die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre am Standort Graz in diesem Bereich ebenfalls zukunftsfit zu machen. Den zweiten Schwerpunkt bilden weitere Optimierungen im Bereich der chirurgischen Versorgung inklusive der Errichtung einer zentralen Notaufnahme.
Sobald die letzten Formalschritte abgeschlossen sind, wird die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft mbH die Planungsarbeiten für die beiden Großprojekte im Bereich Radiologie und Chirurgie sowie für die begleitende Modernisierung der übergeordneten Infrastruktur wie Logistik, Tunnel und Versorgungsnetze aufnehmen.
LH Schützenhöfer: „Investitionen tragen zur hohen Lebensqualität in unserem Land bei"
Für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ist dieses Paket zukunftsweisend für die Gesundheitsversorgung in der Steiermark. „Investitionen in die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Steirerinnen und Steirer tragen zur hohen Lebensqualität in unserem Land bei. Es waren harte Verhandlungen, aber ich danke allen aktiven und ehemaligen Regierungsmitgliedern, die dieses Gesundheitspaket für die Steiermark möglich machen, namentlich Sebastian Kurz, Hartwig Löger und Eduard Müller. Die Einigung beweist, was gemeinsam möglich wird, wenn Bund und Land zusammenarbeiten", so Schützenhöfer.
BM Müller: „Bund übernimmt ein Drittel dringend erforderlicher Strukturinvestitionen"
Finanzminister Eduard Müller: „Nach langen Verhandlungen zwischen dem Bund und der Steiermark ist uns eine Einigung über den notwendigen klinischen Mehraufwand des LKH Klinikum Graz gelungen. Der Bund wird mehr als ein Drittel der Kosten für die dringend erforderlichen medizinischen Strukturinvestitionen übernehmen. Gleichzeitig haben wir uns auf eine Vielzahl von innovativen Effizienzmaßnahmen verständigt, um sicherzustellen, dass das Geld zielgerichtet eingesetzt wird und es den Patientinnen und Patienten zugutekommt."
LR Drexler: „Modernste Errungenschaften der Medizin für Patienten einsetzen"
Gesundheitslandesrat Christopher Drexler: „Wir arbeiten laufend daran, den Steirerinnen und Steirern die bestmögliche und modernste Gesundheitsversorgung bereitzustellen. Nach den Mega-Projekten LKH 2000 und dem im Finale befindlichen LKH 2020-Programm, ist es uns nun gelungen, gut 112 Millionen Euro unter kräftiger Beteiligung des Bundes für die nächsten Modernisierungsschritte des LKH-Universitätsklinikums Graz aufzustellen. Dabei geht es um dringend notwendige Investitionen. Die Entwicklung der modernen Medizin hat eine Rasanz erreicht, der wir nur mit großer Anstrengung baulich und strukturell folgen können. Gleichzeitig setzen wir alles daran, die modernen Errungenschaften der Medizin in unsere Krankenhäuser zu bringen und zum Wohle der Patientinnen und Patienten in der Steiermark einzusetzen. Daher danke ich dem Finanzminister und den Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung für ihren großen finanziellen Beitrag zu diesen wichtigen und notwendigen Investitionen in die steirische Gesundheitsversorgung."
Michael Eisner
Pressesprecher
Büro Landesrat Mag. Christopher Drexler
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